Empfehlungen der Krankenkassen – GKV

Leider ist gestern in der Eile eine wichtige Information untergegangen. Diese betrifft die Abrechnungsmöglichkeit von Verordnungen, die nicht richtlinienkonform ausgefüllt waren und bis zum 31.12.2020 selbst geändert werden dürfen.

Solche Verordnungen können Sie bis zum 30.09.2021 abrechnen!

 Hier der Vollständigkeit halber noch einmal der ganze Text der Meldung, die Sie auch auf der Homepage im Slider finden:

(Noch) Keine Verlängerung der Hygienepauschale, es fehlt die Rechtsgrundlage. Wer diese aktuell abrechnen möchte, muss das noch bis zum 31. Dezember tun – es zählt das Datum des Rechnungseingangs bei der Krankenkasse.

Die Videotherapie  ist vorerst bis zum 31. Januar möglich, im G-BA läuft ein Stellungnahmeverfahren, welches vorsieht, diese bis zum 31. März zu verlängern. Das Gleiche gilt für die Prüfung der Unterbrechungsfristen > 14 Tage.

Die Beginnfrist im Rahmen des Endlassmanagements wird von 7 auf 14 Kalendertage erweitert, und die Verordnung muss innerhalb von 21 anstatt 12 Kalendertagen nach der Entlassung abgeschlossen werden. Diese Regelung gilt, solange der deutsche Bundestag eine Epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt.

Alle bis zum 31.12. nicht richtlinienkonform ausgestellten Verordnungen, die selbst geändert/ergänzt wurden, können bis zum 30.9.2021 abgerechnet werden. Bei nicht richtlinienkonform ausgestellten Heilmittelverordnungen ab dem 1.1.2021 bis einschließlich 31.03.2021 empfehlen die Krankenkassen, die Einhaltung der Anforderung zur Änderung laut Anlage 3 der neuen Heilmittelrichtlinie sowie die Einhaltung der vertraglichen Vorgaben bezüglich der Korrekturmöglichkeiten, mit Ausnahme der Art des Heilmittels, Hausbesuch und Verordnungsmenge, nicht zu prüfen. Die vertraglich vereinbarten Korrekturzeitpunkte gelten weiter.

Aufgrund des Inkrafttretens der neuen Heilmittelrichtlinien für Ärzte und Zahnärzte ab dem 1.1.2021 gelten unbefristet:

– die Beginnfrist für Verordnungen beträgt grundsätzlich 28 Tage

– es entfallen die Genehmigungsverfahren für Verordnungen außerhalb des Regelfalls für alle Krankenkassen

– die Bemessung der Verordnungsmenge für den langfristige Heilmittelbedarf erfolgt zum Zeitpunkt der Verordnung und ist nicht maßgeblich  für die Gültigkeit der Verordnung über die zwölf Wochen hinaus.

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