Angehende Logopädinnen reichen Petition beim Landtag

Eine Petition mit der dringenden Aufforderung das Schulgeld für Therapieberufe in Baden-Württemberg abzuschaffen haben 11 Schülerinnen des Diakonischen Institutes in Weingarten beim Petitionsausschuss des Landtages eingereicht.

Unterstützt wurden die angehenden Logopädinnen von ihrer Lehrlogopädin Jennifer Laube und Christiane Sautter-Müller, Vorstandsmitglied bei LOGO Deutschland.

Der gesamte Kurs wurde vom Petitionsausschuss unter dem Vorsitz von Beate Böhlen (GRÜNE) empfangen und konnte eindringlich den bereits eingetretenen Fachkräftemangel, die drohende Unterversorgung der Patienten sowie die Bedeutung der Logopädie für das Gesundheitssystem darstellen. Insbesondere auch die Ungerechtigkeit im Vergleich zu staatlichen Schulen mit Ausbildungsvergütung auf der einen Seite und weiter zu zahlendem Schulgeld auf der anderen Seite konnten die Schülerinnen mit Schilderungen aus dem Alltag ( anspruchsvolle Ausbildung meistern und gleichzeitig für Schulgeld und Lebensunterhalt jobben zu gehen) untermauern.

Frau Böhlen und auch die anderen anwesenden Mitglieder des Petitionsauschusses gaben eine sehr positive erste Einschätzung. Die Petition gäbe nun erneuten Anlass mit dem Anliegen „Schulgeldfreiheit“ auf die Landesregierung insbesondere auf den Sozialminister Manfred Lucha zuzugehen.

Wie ist das weitere Vorgehen? Auf der Seite des Landtages steht zu lesen:

„Jede Petition wird einem Abgeordneten mit allen Unterlagen zur Prüfung vorgelegt. Sobald der Sachverhalt ermittelt ist, legt der mit der Prüfung beauftragte Abgeordnete dem Petitionsausschuss einen Bericht und eine Empfehlung vor, mit welchem Ergebnis die Petition abgeschlossen werden soll.Der Petitionsausschuss übergibt sein Votum dem Landtagsplenum, das abschließend entscheidet, ob die Eingabe der Landesregierung mit der Bitte um Abhilfe zugeleitet wird oder als unbegründet zurückgewiesen wird.“

„Wir hoffen natürlich, dass zeitnah eine Eingabe an die Landesregierung erfolgt und stehen auch gerne für Rückfragen und weitere Sachverhaltsermittlungen zur Verfügung“, sagt Christiane Sautter-Müller und bedankt sich bei den Studierenden für das politische Engagement.

Petition

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