FAQ

 

Wie kann ich Mitglied werden?

Sie finden unter der Rubrik „Mitglied werden“ die Mitgliedsanträge für die ordentliche Mitgliedschaft, die Fördermitgliedschaft und die Fördermitgliedschaft für juristische Personen, die Sie bitte ausgefüllt an die angegebene Nummer faxen.
Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag?

Der Mitgliedsbeitrag für ordentliche Mitglieder beträgt 288€ im Jahr, die sie vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich entrichten können.
Bitte beachten Sie die Aufschläge bei halb- oder vierteljährlicher Zahlung!
Der Mitgliedsbeitrag für Fördermitglieder beträgt 60€ jährlich. Juristische Personen zahlen 350€ im Jahr.

Kann ich Mitglied werden, wenn ich bereits in einem anderen Verband organisiert bin?

Natürlich!

Kann ich Mitglied werden, wenn ich keine LogopädIn bin?

Ja, sofern Sie als TherapeutIn in diesem Berufsfeld tätig sind, die Voraussetzungen für eine Kassenzulassung haben und in eigener Praxis oder als freie MitarbeiterIn und somit selbständig tätig sind.

Kann ich Mitglied werden, auch wenn ich nicht selbständig bin?

LOGO Deutschland vertritt die Interessen der selbständigen TherapeutInnen. Angestellte haben mit einer Fördermitgliedschaft die Möglichkeit, das Erreichen der Ziele des Verbands als Fördermitglied zu unterstützen.

Brauchen wir eine Berufsvertretung für Selbständige?

Ja, das ist unsere feste Überzeugung. Die Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der PraxisinhaberInnen erfordert klare Zielsetzungen und die Ausrichtung und Konzentration auf genau deren Bedürfnisse und Probleme. Diesen haben wir uns von LOGO Deutschland verschrieben.

Warum brauchen die LogopädInnen und SprachtherapeutInnen einen eigenen Verband und schließen sich nicht Verbänden an, die alle HeilmittelerbringerInnen vertreten?

Aus unserer Sicht haben HeilmittelerbringerInnen durchaus gemeinsame Ziele, jedoch sind die Interessen unserer Berufsgruppe in besonderen Punkten nicht deckungsgleich mit denen der anderen Heilmittelsparten. Bei Themen, die alle Heilmittelberufe gleichermaßen betreffen, streben wir eine Kooperation mit anderen therapeutischen Berufsverbänden an.

Kann LOGO Deutschland Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen führen?

Ja. Nach § 125 Absatz 2 SGB V verhandeln die Krankenkassen die Preise und Verträge für Heilmittel mit Landesverbänden oder Arbeitsgemeinschaften oder sonstigen Zusammenschlüssen der Leistungserbringer. Die ersten Gespräche in einigen Ländern sind bereits erfolgreich verlaufen. An einigen Tischen sitzen wir also schon!

Hat meine Verbandszugehörigkeit Auswirkungen auf die Höhe meiner Vergütungssätze?

Nein, die Vergütungssätze der Kostenträger sind unabhängig von einer Verbandszugehörigkeit. Auch Mitglieder von LOGO Deutschland rechnen also künftig genauso ab wie bisher.

Brauche ich für den Zugang auf die Homepage von LOGO Deutschland ein Passwort?

Ja und Nein. Viele Bereiche unserer Homepage sind öffentlich, aber zum Beispiel das Diskussionsforum oder einige Beiträge in der Infothek stehen nur den Mitgliedern von LOGO Deutschland zur Verfügung.

Hat LOGO Deutschland eine Satzung?

Die Gründungsmitglieder haben am 29.11.2014 die Satzung von LOGO Deutschland verabschiedet. Sie finden die Satzung zum Nachlesen in der Rubrik „Mitglied werden“. LOGO Deutschland ist seit Januar 2015 ein eingetragener Verein!

Bietet LOGO Deutschland eine Rechtsberatung an?

Bisher bieten wir keine Rechtsberatung an. Wir arbeiten aber daran. In der Zwischenzeit kann Ihnen LOGO Deutschland vielleicht mit kollegialem Rat weiterhelfen. Vor allem aber lesen und schreiben Sie im Forum. Dort können Sie sich mit KollegInnen austauschen, die vielleicht ähnliche Situationen bereits erlebt haben und ihre Erfahrungen gerne weitergeben.

Gibt es bei LOGO Deutschland ein Diskussionsforum?

Ja, sicher! Loggen Sie sich ein, wenn Sie Mitglied sind!

Was hat LOGO Deutschland bisher erreicht?

Mit unserer Gründung im November 2014 ist ein berufspolitisch dynamischer Prozess entstanden, in dem sich mit allen sprachtherapeutischen Verbänden eine wichtige, konstruktive Zusammenarbeit ergeben hat! Vorsitzende von LOGO Deutschland führen intensive persönliche Gespräche und sind zusätzlich im schriftlichen und telefonischen Kontakt mit Bundesgesundheitspolitikern aller Parteien in Berlin. Dies gilt ebenso für weitere Organisationen, die im Bereich der Gesundheitspolitik eine wichtige Rolle spielen. Direkte Nachfragen zeigen, dass unsere
Meinung gefragt ist.

Konkret schlägt sich das nieder in der Listung der F80.- und R13 Diagnosen in den besonderen Verordnungsbedarfen, in der im HHVG geplanten Abkopplung von der Grundlohnsummenanbindung, wobei hier der erste Schritt die Petition unserer Kollegin Christiane Schrick war, die von heutigen Vorstandsmitgliedern beraten und unterstützt
wurde.

Innerhalb von 18 Monaten nach der Gründung wurden wir als maßgeblicher Verband zu öffentlichen Stellungnahmen, zum Beispiel im Gesetzgebungsverfahren zum HHVG, eingeladen.

Wir haben eine eigene Infobroschüre erstellt, mit denen unsere Mitglieder Abgeordnete vor Ort besuchen und für unsere Probleme sensibilisieren können. Erhältlich ist diese gegen einen frankierten und adressierten Rückumschlag auch für Nichtmitglieder. Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage: www.logo-deutschland.de

Auf der TheraPro in Stuttgart haben wir seit 2016 einen Fortbildungstag für unsere Berufsgruppe etabliert. Wir sind Verhandlungspartner des vdek und der Primärkassen in den großen Kassenbezirken. Hier arbeiten wir mit den anderen Berufsverbänden zusammen. Durch die Abstimmung von Verhandlungsgrundsätzen mit unseren Mitgliedern, an die wir in der Verhandlung gebunden sind, ist auch im Bereich der Vergütungsverhandlungen eine Dynamik entstanden, die das Ausschöpfen der GLS meist ermöglicht hat.
Unsere Mitglieder haben den Vorstand mit der Erstellung eines Gutachtens zur wirtschaftlichen Situation von LogopädInnen, welches voraussichtlich im Frühjahr veröffentlicht wird, beauftragt.

LOGO Deutschland hat die Notwendigkeit der Listung von F80- Diagnosen (Kindersprache) und Dysphagie im Katalog der besonderen Verordnungsbedarfe über den politischen Weg eingebracht. Nicht bekannt in der Gesundheitspolitik war die dringend erforderliche Abgrenzung von Sprachförderung zur Sprachtherapie. Wir haben eigens dafür einen Flyer entwickelt, der die Unterschiede verständlich auflistet. In persönlichen Kontakten haben wir auf die großen Probleme der Vermischung dieser Begriffe hingewiesen, die häufig, durch Budgetierung begünstigt, Verweise auf allgemeine Sprachfördermaßnahmen, nach sich gezogen haben.

In der Politik werden wir auf Augenhöhe wahrgenommen. Das zeigt sich nach außen auch an den Aufforderungen zu öffentlichen Stellungnahmen.

 

Für welche Zwecke werden die Mitgliederbeiträge von LOGO Deutschland verwendet?

Die Verwendung der Mittel ist an den Zweck und die Aufgaben des Vereins gebunden, der in unserer Satzung festgelegt ist.

Die konkrete Verwendung der Mittel wird im Haushaltsplan festgelegt, über den die Mitglieder auf der jährlichen Mitgliederversammlung verbandsintern abstimmen. Die Mittelverwendung kann von den Mitgliedern im jährlichen Kassenbericht nachvollzogen werden. Fragen der Mitglieder dazu werden genau beantwortet.

Hat LOGO Deutschland Kooperationspartner?

Ja, wir haben aus unterschiedlichen Bereichen Kooperationspartner, die Rabatte für unsere Mitglieder bereithalten.

Können Berufsverbände ihre Mitglieder zum Streik auffordern?

Streik ist ein probates Mittel von Gewerkschaften, in denen Angestellte organisiert sind. Wer selbständig ist und streikt, bestreikt sich selbst. Wenn man dennoch über Streiks nachdenken möchte: Der geringe verbandliche Organisationsgrad der Angehörigen unserer Berufsgruppen ließe jeden Streik wirkungslos werden. Voraussetzung wäre also eine verbandliche Organisation und eine Beteiligung von mindestens 80% der LogopädInnen und SprachtherapeutInnen, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen.

Wie steht LOGO Deutschland zum Thema Akademisierung?

Ein akademischer Abschluss macht nicht automatisch eine bessere Vergütung möglich: die gesetzlichen Kassen zahlen allen VertragspartnerInnen das Gleiche. Das kommunizieren wir! LOGO Deutschland hält den praktischen Anteil der Ausbildung für unverzichtbar. Die praktische Ausbildung am Patienten in die freie Praxis zu verlagern, ist laut Verträgen mit den Krankenkassen derzeit nur in zwei Bundesländern möglich.

Unabhängig davon sollten PraxisinhaberInnen für eine derartige Arbeit eine Vergütung erhalten, denn diese kostet Zeit! Schweizer Hochschulen beispielsweise zahlen den Praxen, die ihre PraktikantInnen betreuen, eine Vergütung für ihren Aufwand.

Wir werden uns mit aller Kraft für einen vollständigen Bestandsschutz der FachschullogopädInnen  einsetzen! Eine Nachqualifizierung von LogopädInnen mit Staatsexamen ist nicht erforderlich, sie sind bereits bestens ausgebildet. Eine unterschiedliche Vergütung lehnen wir ab.

Wie steht LOGO Deutschland zu Forderungen nach einem finanziellen Ausgleich für die Kosten der Fortbildungspflicht?

Verpflichtende Fortbildungen müssen sich auch in der Vergütung niederschlagen. Dafür sind wir angetreten.

Arbeitet LOGO Deutschland mit anderen Verbänden zusammen?

Wir arbeiten bei relevanten Themen mit den anderen sprachtherapeutischen Verbänden zusammen. Zudem sind wir in Kontakt mit Verbänden der anderen Heilmittel-Kollegen.

Wie wird LOGO Deutschland den teils unterschiedlich gelagerten Interessen der selbstständigen und angestellten Mitglieder gerecht?

LOGO Deutschland ist eine Interessenvertretung Selbstständiger. Von daher entsteht hier kein Konflikt. Angestellte können Fördermitglieder werden, wenn sie die satzungsgemäßen Ziele unterstützen: Wir kämpfen dafür, dass unsere Vergütung so ansteigt, dass Arbeitgeber Angestellte deutlich besser als bisher bezahlen können.

Wie kommunziert LOGO Deutschland mit seinen Mitgliedern? Gibt es alternative Wahlmöglichkeiten?

Diskussionsforen, Newsletter, der Vorstand als direkter Ansprechpartner, elektronische Wahlen und Abstimmungen sind bei uns gelebte Praxis.

Unterstützt LOGO Deutschland Mitglieder bei Absetzungen?

Politisch sind die Themen bereits platziert. Als Verein beraten wir unsere Mitglieder und unterstützen sie bei Bedarf auch finanziell bei einem Rechtsstreit. Dazu gibt es sogar den eigens eingerichteten Spendentopf „Kollegen helfen Kollegen“.

Fehlerhaft ausgestellte Verordnungen sorgen immer wieder für zusätzlichen Arbeitsaufwand bei Logopäden und Patienten. Ist LOGO Deutschland aktiv, dort Abhilfe zu schaffen?

Auf politischer Ebene haben wir diese Themen auch mit konkreten Beispielen längst angesprochen. Da am 1.1.2017 eine zertifizierte, verpflichtende Software für Ärzte eingeführt wurde, die eine vollständige formale Verordnungssicherheit bieten soll, müssen die Ergebnisse abgewartet werden.
Die von uns unterstütze Einführung einer Blankoverordnung wäre ebenfalls ein Schritt zur Abwendung von Absetzungen. Zudem wäre diese ein Signal für die diagnostische Kompetenz unserer Berufsgruppen, ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum Direktzugang.