Hauptstadtkongress: Gesundheitswirtschaft im Blick

Susanne Schneider, Gutachtenmitautorin, und Diethild Remmert, 1. Vorsitzende, vertraten vom 6.6. – 8.6.2018 mit Unterstützung der Berliner Mitglieder Isabell Sandhöfner und Berit Groß LOGO Deutschland auf dem Hauptstadtkongress. LOGO Deutschland war dort Teilnehmer am Gemeinschaftsstand Nr. 39 unter dem Label W.I.R. – Wissen. Innovation. Region. Organisiert hat diesen das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR e.V.)

 

Am Mittwochvormittag konnte Diethild Remmert dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Gutachten LOTSE (Logopädie und Selbständigkeit) persönlich übergeben – die beiden trafen sich zufällig im Eingangsbereich. Herr Minister Spahn meinte, das (Gutachten) habe er schonmal gesehen. Sehr gut! Wir hoffen, dass er auch ´reingeschaut hat.

 

Des Weiteren hatte LOGO Deutschland am Mittwochnachmittag an den Stand eingeladen, moderiert von Prof. Dr. Josef Hilbert, zum Thema Aufwertung der Gesundheitsfachberufe. Der Anlass: LOTSE (Logopädie und Selbstständigkeit, Gutachten zur Wirtschaftlichen und ökonomischen Situation der Selbstständigen). Nach einer kurzen Vorstellung durch Diethild Remmert gab es Statements von: Nicole Westig (FDP), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Dr. Achim Kessler (DIE LINKE), Dr. Roy Kühne (CDU), Prof. Dr. Anne Friedrichs (hsg Bochum), Prof. Dr. Ursula Walkenhorst (HS Osnabrück), Heiko Schneider (Physiotherapeut, Therapeuten am Limit), Arndt Longrée (DVE für die SHV), Boris von Maydell (vdek Bund) und wenige Wortbeiträge der Zuschauer, wie von Andrea Rädlein, (ZVK). Bei physio.de finden Sie hier einen ausführlichen, inhaltlichen Bericht dazu: https://physio.de/php/meldung.php?id=9630

Für LOGO Deutschland nahm die erste Vorsitzende Diethild Remmert im Rahmen des Hauptstadtkongresses auch an weiteren Standdiskussionen teil, z.B. mit den Themen Ländliche Versorgung und Wie geht es weiter mit den Gesundheitsfachberufen? In diesem Rahmen konnte sie das Gutachten zur beruflichen und ökonomischen Situation der Selbständigen: LOTSE (Logopädische Therapie und Selbständigkeit) an die Wirtschaftsministerin des Saarlandes, Anke Rehlinger (MdL), überreichen. Das Saarland hat zum zweiten Mal in Folge den Vorsitz bei der Wirtschaftsministerkonferenz, die am 27. und 28. Juni stattfindet und deren Themenschwerpunkt die Gesundheitswirtschaft sein wird (https://www.saarland.de/SID-447ED114-A771F9F8/59842_237050.htm).

 

Im Rahmen einer Veranstaltung im Hauptforum mit dem Thema Gesundheitswirtschaft: Initiativen aus den Bundesländern erhielten Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe (MdL) aus Mecklenburg-Vorpommern sowie der Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz Dr. Volker Wissing (MdL) und die Wirtschaftssenatorin aus Berlin, Ramona Pop (MdA) ebenfalls ein Exemplar des Gutachtens, Bei den Statements und der Podiumsdiskussion wurde klar, dass die Wirtschaftsministerien das Thema Gesundheitswirtschaft im Blick haben, da diese Branche einen erheblichen Anteil an der Gesamtwirtschaft hat und damit auch zu den wesentlichen Arbeitgebern in den Ländern zählt. Der Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen bewegt die Wirtschaftsministerien u.a. auch, weil eine Mangelversorgung einen Standortnachteil darstellt, wie Dr. Volker Wissing anführte: Wolle man beispielsweise Ingenieure aufs Land holen, würden diese auch auf die Gesundheitsversorgung für ihre Familien schauen und schließlich auch danach abwägen, ob die Arbeitsangebote in der Region für sie attraktiv sind.

 

LOGO Deutschland Mitglied Susanne Schneider konnte hier durch einen Publikumsbeitrag einmal mehr darauf hinweisen, dass der Fachkräftemangel und schwierige Arbeitsbedingungen eben nicht nur die ÄrztInnen und die Pflegeberufe sondern auch die Therapieberufe betreffen: Es gibt dringenden Handlungsbedarf, die schwierige Situation der Heilmittelerbringenden zu verbessern, um die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Leistungen auch künftig sicherzustellen.

 

Thomas Etzmuß, Logopäde und Mitglied von LOGO Deutschland, nahm in seiner Eigenschaft als Vorsitzender von Vereinte Therapeuten an einer Diskussionsrunde mit dem Titel: Zeit für neue Befugnisse: Studium, Blankoverordnung, Direktzugang in einem der Hauptforen am Mittwoch teil – leider erschreckend dünn besucht. Hier wurde deutlich, dass die Therapieberufe in weiten Feldern immer noch nicht im Fokus der Akteure im Gesundheitsbereich stehen.

 

Weitere Podiumsteilnehmer waren: Prof. Sabine Hammer, Idstein; Ute Repschläger für die SHV; Dr. Roy Kühne (MdB CDU); Boris von Maydell (vdek) und Thomas Meißner vom Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitseinrichtungen.

 

Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie unter https://physio.de/php/meldung.php?id=9631

 

Zum einen sind wir auf der Messe gezielt auf mögliche Netzwerkpartner zugegangen, zum anderen haben uns unterschiedlichste Menschen in Vertretung ihrer Institution am Stand besucht. Kontakt hatten wir zu diversen Gesundheits- und Wirtschaftsministerien, Netzwerken, Hochschulen, Krankenkassen, Ärzteverbänden und Abgeordneten. Kontakte gab es auch zu den Verbänden der SHV, in denen unter anderem die Ansichten zu den Themen Blankoverordnung, Direktzugang und Akademisierung ausgetauscht wurden – hier ergab sich überwiegend Einigkeit.

Einen besonderen Dank möchten wir abschließend an Angelika Koopmann von gelivent aussprechen, die durch die perfekte Organisation des Gemeinschaftsstandes im Vorfeld und während der drei Tage vor Ort zum Gelingen unseres Auftrittes beigetragen hat.

 

 

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