LD-Mitglieder besuchen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Hartmann

Am 08.12.2015 besuchte LD-Mitglied Susanne Schneider zusammen mit ihrer langjährigen Mitarbeiterin, Frau Ute Gottlieb, den Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises, Herrn Sebastian Hartmann (SPD), in seinem Wahlkreisbüro in Troisdorf.

Susanne Schneider bei MdB Hartmann

Gemeinsam mit seiner persönlichen Referentin, Frau Katrin Bucher, nahm sich der gut vorbereitete Politiker eine dreiviertel Stunde Zeit für die Anliegen der beiden Logopädinnen. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Lohngerechtigkeit und die geringe Vergütung der logopädischen Leistungen, die von den selbständigen Therapeutinnen und Therapeuten sowie ihren Angestellten erbracht werden.

Herrn Hartmann war das Berufsfeld der Logopädinnen und Logopäden gut bekannt und er zeigte Verständnis für die Anliegen, wie beispielsweise für die Forderung nach dem Wegfall der Grundlohnsummenbindung, dem die SPD prinzipiell offen gegenüberstehe. Allerdings betonte er, dass er in dieser Legislaturperiode dafür keine realistische Chance sehe, da die Koalition in den Koalitionsvereinbarungen vorrangig den Ost-West-Ausgleich und andere Maßnahmen als Ziele vereinbart habe, die teilweise nun mit dem Versorgungsstärkungsgesetz umgesetzt wurden. Natürlich begrüßten die Logopädinnen die Maßnahmen zur Verringerung der unterschiedlichen Vergütungen in den Regionen und die Anhebungen der „unteren“ Preise. Sie gaben aber zu bedenken, dass für die wirtschaftliche Führung einer Praxis und eine angemessene Entlohnung der Mitarbeitenden die jetzigen Vergütungsvereinbarungen auch im Bereich „Nordrhein“ absolut nicht ausreichen. Hier wird es durch die Beseitigung des „Ost-West-Gefälles“ nicht zu Anhebungen der Vergütungssätze kommen.

Herr Hartmann empfahl unserer Berufsgruppe, weiter den persönlichen Kontakt zu Politikerinnen und Politikern für unsere Anliegen zu suchen, damit diese in Wahlprogrammen und gegebenenfalls in künftigen Koalitionsverträgen berücksichtigt werden. Auch Wahlprüfsteine könnten zur Lobbyarbeit eingesetzt werden; diese sollten vor der Wahl an alle Kandidaten der großen Parteien gerichtet werden. Ein Wirtschaftlichkeitsgutachten sah er ebenfalls als sinnvolle Maßnahme, falls dies früh genug vor der nächsten Wahl fertiggestellt sei.

Abschließend versprach er mit Prof. Dr. Karl Lauterbach, dem Gesundheitsexperten der SPD, über die berechtigten Interessen der selbständigen Therapeutinnen und Therapeuten zu sprechen.

Susanne Schneider

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