Logo Deutschland trifft Vertreter der Parteien im Bundestag

Am 18. Oktober sprach die Vorsitzende von LOGO Deutschland, Diethild Remmert, mit Bettina Müller (SPD), Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen), Nicole Westig (FDP) und Dr. Roy Kühne (CDU) über die Inhalte des Eckpunktepapiers und die Notwendigkeit von Sofortmaßnahmen, wie sie Dr. Roy Kühne in seinem Sofortprogramm vorgesehen hat und die Fraktion DIE LINKE nun ebenfalls fordern. Grundsätzlich ist die Notwendigleit solcher Maßnahmen für allen Parteien nachvollziehbar. Wir hoffen sehr, dass es von daher einen Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg geben wird.

Sofortmaßnahmen sind absolut erforderlich, um gerade in den nächsten Jahren die Versorgung mit Heilmitteln zu sichern. Neben dem bereits bestehenden Fachkräftemangel ist zu erwarten, dass in der Logopädie in den nächsten Jahren überdurchschnittlich viele Therapeutinnen in den Ruhestand gehen. Nachdem bereits Ende der neunziger Jahre ein Fachkräftemangel zur Umschulung über das Arbeitsamt geführt hat und schnell wieder ausgesetzt wurde, erreicht diese Gruppe nun nach und nach die Altersgrenze.

Der Ausstieg der nachfolgenden jüngeren Generation aus dem Beruf ist dokumentiert. Diese Lücke kann auch durch eine Schulgeldfreiheit nicht gefüllt werden. Alle Maßnahmen zur besseren Vergütung, die erst in den nächsten Jahren umgesetzt werden, schließen die bestehende Lücke zwischen TVöD-Verdienst und dem Betriebsergebnis bzw. möglichen Gehältern in freien Praxen nicht. Dies ist im Gutachten LOTSE deutlich aufgezeigt. Insbesondere Soloselbstständige, die in der Logopädie zu über der Hälfte die Versorgung, vor allem der ländlichen Bevölkerung, sichern, sind erneut diejenigen, die einen entsprechenden Verdienst nur über Mehrarbeit kompensieren können.

Nach wie vor kritisch betrachtet LOGO Deutschland die verfassungsrechtlich bedenkliche Benennung des SHV (Spitzenverband der Heilmittelverbände), bestehend aus drei Physiotherapie-, einem Ergotherapie- und einem Podologieverband als Alleinvertreter und -verhandler aller Berufsgruppen. Auf dem vom SHV einberufenen Therapiegipfel am 27. September bekannte der Minister bereits selbst, dass er genau aus diesem Grund keinen Verband benennen dürfe. Eine Korrektur darüber hinaus erfolgte seitens des BMG bisher aber nicht.

 

Diethild Remmert und Bettina Müller (SPD)

Diethild Remmert und Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen)

Nicole Westig (FDP) und Diethild Remmert

Diethild Remmert und und Dr. Roy Kühne (CDU)

Die Spree mit dem Bundestag im Hintergrund

Das Paul-Löbe-Haus

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