LogopädInnen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis treffen BundestagskandidatInnen aller Parteien

Die LOGO Deutschland Mitglieder Susanne Schneider und Angelika Degenhardt haben vor gut einem Jahr eine Regionalgruppe, die für alle Logopädinnen und in der Sprachtherapie Tätigen – ob angestellt oder selbstständig – offen ist, (re)aktiviert. Mitglieder dieser Gruppe trafen nun in Einzelgesprächen zahlreiche BundestagskandidatInnen. So sind bisher folgende PolitikerInnen den Einladungen in die logopädischen Praxen in den letzten Wochen gefolgt (Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge):

  • Katja Dörner, MdB (B90/Die Grünen)
  • Ulrich Kelber, MdB (SPD),
  • Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB (CDU),
  • Dr. Alexander Soranto Neu, MdB (Die Linke),
  • Dr. Norbert Röttgen, MdB (CDU),
  • Nicole Westig (FDP)

Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB (CDU), konnte bei einer Fragestunde der Hennefer Frauenunion erreicht werden; mit ihr wurde ein weiteres Gespräch nach der Wahl verabredet. Sebastian Hartmann, MdB (SPD), und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) haben ebenfalls ein Treffen in den nächsten Wochen zugesagt.

Annähernd 70 KollegInnen aus der Region unterstützten diese Aktion mit ihrer Unterschrift auf dem Einladungsschreiben an die BundestagskandidatInnen.
Zu den Gesprächen waren auch PatientInnen geladen, die den PolitikerInnen die Bedeutung der Logopädie für sie ganz persönlich nahe brachten. Die PolitikerInnen zeigten großes Interesse an den Einzelschicksalen und stellten interessierte Nachfragen. Nachdem über das breite Tätigkeitsfeld der Logopädie/Sprachtherapie gesprochen wurde, konnten die LogopädInnen und akademischen SprachtherapeutInnen in den 60 – 90 minütigen Gesprächen – zum Teil anhand der eigenen Lebenssituation – u.a. die wichtigen Themen

  •  geringe Einkommen,
  •  steigende Bürokratie,
  • zunehmender Fachkräftemangel (u.a. wegen abnehmender Attraktivität unseres Berufes für junge Menschen durch die schlechten Rahmenbedingungen, des demographischen Wandels und des medizinischen Fortschrittes),
  • Notwendigkeit der Akademisierung,
  • volkswirtschaftlicher Nutzen unserer Profession für die Gesellschaft (natürlich neben des individuellen Nutzens für die PatientInnen) mit den PolitikerInnen diskutieren.

Wir erlebten durchweg aufmerksame, gut zuhörende, nachfragende und zum Teil erstaunte Menschen. Wir hoffen, dass sie ihren Informationszuwachs, den sie in den Gesprächen erlangt haben, in ihre politische Arbeit integrieren werden. Uns wurde mehrfach geraten, weiter aktiv zu bleiben, möglichst direkt auf die Politik und vor allem auch auf die Medien zuzugehen, um mit unseren berechtigten Anliegen mehr Durchschlagskraft zu erzielen.

Auf dem nächsten Regionalgruppentreffen am Donnerstag, den 21.9.17 um 19.00 Uhr in Bonn, werden wir unsere Erfahrungen mit allen interessierten KollegInnen aus der Region teilen, diese diskutieren und über weitere Aktivitäten nachdenken. Wer dazukommen möchte, ist herzlich eingeladen und schreibt eine Mail an logobnrsk@gmail.com, dann bekommt sie oder er ein Einladungsschreiben.

Susanne Schneider

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