Privatpatienten

Zurück zur Hauptseite

Vorschlag zur Gestaltung von Privatpreisen

Wichtig: Der Patient ist Ihr Vertragspartner, nicht die Versicherung!

Bitte orientieren Sie sich NICHT an den Beihilfesätzen! Diese sind seit Jahren nicht angepasst worden. Selbst nach Aussage des Bundesministerium des Inneren sind Beihilfesätze nicht kostendeckend (siehe unten Pressemitteilung vom 7.2.2004).

Mit der Entscheidung für einen Versicherungsvertrag nimmt ein Privatpatient eine Zu- oder Selbstzahlung in Kauf, für die Sie als Leistungserbringer nicht verantwortlich sind.

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung entscheidet der Versicherungsnehmer selbst, welche Leistungen in welcher Höhe er von seiner Versicherung erstattet bekommen möchte. Dies spiegelt sich in seinem Versicherungsbeitrag wider. Weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass Sie in ihrem Vertrag nachlesen können, welche Leistungen Ihr Versicherungstarif enthält.

Private Krankenversicherungen versuchen immer wieder bei Ihren Kunden/ Versicherten den Anschein zu erwecken, dass logopädische Gebührensätze oberhalb der Beihilfe nicht ortsüblich oder überhöht wären. Gleichzeitig bieten sie teilweise Ergänzungsversicherungen an, die zu einer höheren Erstattung führen. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern.

Beihilfeberechtigte Patienten sind Privatpatienten! Es muss kein Unterschied in der Vertragsgestaltung gemacht werden.

 

Vorschlag zur Preisgestaltung:

1. Nehmen Sie den aktuell gültigen und zur Verordnung passenden Vergütungssatz der gesetzlichen Krankenkasse mit dem höchsten Vergütungssatz Ihres Kassenbezirks oder auch den Mittelwert der entsprechenden Abrechnungsposition aus RVO und Vdek-Satz. Das entscheiden Sie selbst!

2. Multiplizieren Sie diesen mit einem Faktor zwischen 1,5 und 2,3.

Kalkulieren Sie einen Preis nicht unter 1,- € / Minute der tatsächlich aufgewendeten Zeit. Diesen Preis müssten wir in unserer Berufsgruppe haben, um wirtschaftlich gut arbeiten zu können- also sollten wir bei der eigenen Preisgestaltung konsequent sein.

Neben der reinen Therapiezeit geben Sie auch indirekte Leistungen ab wie: Vor- und Nachbereitung, Fortbildungen, Teamgespräche, kollegiale Beratung, Fachliteraturstudium.
Das sollten Sie bei Ihrer Preisgestaltung berücksichtigen!

Wenn Sie mitbekommen, dass andere Praxen lediglich Beihilfesätze abrechnen, regen Sie vielleicht ein kollegiales Treffen an und informieren Sie dort.

3. Schließen Sie VOR  Beginn der Therapie einen Behandlungsvertrag (siehe unten „Mustervertrag“) mit dem Patienten und händigen Sie ihm eine Kopie sowie Ihre Preisliste (siehe unten „Preisliste“) aus.

4. Nach Rechnungsstellung sollten Sie sich nicht mehr auf Diskussionen einlassen. Wenn Sie die Zahlungsfrist verlängern oder Ratenzahlungen zulassen wollen, machen Sie das am Besten schriftlich.

5. Sollte ein Patient trotz Mahnung (Sie müssen nur ein Mal mahnen!) nicht zahlen, können Sie kostengünstig ein Online-Mahnverfahren (www.mahngerichte.de) beim zuständigen Amtsgericht des Rechnungsempfängers einleiten.

 

Neue Beihilfepreise