Zurück zur Hauptseite

Vorschlag zur Gestaltung von Privatpreisen

Wichtig: Der Patient ist Ihr Vertragspartner, nicht die Versicherung!

Mit der Entscheidung für einen Versicherungsvertrag nimmt ein Privatpatient eine Zu- oder Selbstzahlung in Kauf, für die Sie als Leistungserbringer nicht verantwortlich sind.

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung entscheidet der Versicherungsnehmer selbst, welche Leistungen in welcher Höhe er von seiner Versicherung erstattet bekommen möchte. Dies spiegelt sich in seinem Versicherungsbeitrag wider. Weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass Sie in ihrem Vertrag nachlesen können, welche Leistungen Ihr Versicherungstarif enthält.

Private Krankenversicherungen versuchen immer wieder bei Ihren Kunden/ Versicherten den Anschein zu erwecken, dass logopädische Gebührensätze oberhalb der Beihilfe nicht ortsüblich oder überhöht wären. Gleichzeitig bieten sie teilweise Ergänzungsversicherungen an, die zu einer höheren Erstattung führen. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern.

Beihilfeberechtigte Patienten sind Privatpatienten! Es muss kein Unterschied in der Vertragsgestaltung gemacht werden.

Das Bundesministerium des Inneren (BMI) hat mehrfach festgestellt, dass auch beihilfeberechtigte Beamte Zuzahlungen zu leisten hätten. Der Anteil von GKV-Versicherten in Höhe von 10% der Therapiekosten zzgl. der Verordnungsblattgebühr könnte eine Richtschnur für Ihre Preisgestaltung sein.

Neben der reinen Therapiezeit geben Sie auch indirekte Leistungen ab wie: Vor- und Nachbereitung, Fortbildungen, Teamgespräche, kollegiale Beratung, Fachliteraturstudium.
Das sollten Sie bei Ihrer Preisgestaltung berücksichtigen!

Schließen Sie VOR  Beginn der Therapie einen Behandlungsvertrag (siehe unten „Mustervertrag“) mit dem Patienten und händigen Sie ihm eine Kopie sowie Ihre Preisliste (siehe unten „Preisliste“) aus.

Nach Rechnungsstellung sollten Sie sich nicht mehr auf Diskussionen einlassen. Wenn Sie die Zahlungsfrist verlängern oder Ratenzahlungen zulassen wollen, machen Sie das am Besten schriftlich.

Bei Preisanpassungen müssen Sie Ihre Patienten informieren und gegebenenfalls neue Behandlungsverträge/Honorarvereinbarungen abschließen.

Sollte ein Patient trotz Mahnung (Sie müssen nur einmal mahnen!) nicht zahlen, können Sie kostengünstig ein Online-Mahnverfahren (www.mahngerichte.de) beim zuständigen Amtsgericht des Rechnungsempfängers einleiten.

Beihilfe 2022