Schwangerschaft einer Angestellten: Was ist zu tun?

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Sehr geehrte Mitglieder,

auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Schwangerschaft einer Angestellten. Ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Schwangerschaft sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet alles zum Schutz der Mutter und des ungeborenen Kindes in die Wege zu leiten. Nähere Informationen dazu finden sie unter:

Mutterschutzgesetz

Bitte beachten Sie:

Alle sich in Elternzeit befindliche Personen erwerben während der Elterzeit weiterhin Urlaubsansprüche!!! Diese können Sie in Anlehnung an das BEEG §17 ausschließen. Es empfiehlt sich diesen Passus in den Arbeitsvertrag aufzunehmen.

BEEG §17 Ausschluss Urlaub-Elternzeit-Musterschreiben

Das gleiche gilt für den §616 BGB. Darin wird festgehalten, das ein Arbeitnehmer 5 Tage Anspruch auf Sonderurlaub bei Krankheit seines Kindes bis zur Vollendung des 12. Lebensjahr hat.

§616BGB

Darüber hinaus regelt der § 45 SGB V die Zahlung des Entgeltes bei kranken Kindern, bis zur Vollendung des 12 Lebensjahres.

§45 SGB V

Den Ausschluss zur Zahlung im Falle des kranken Kindes bedeutet für den Arbeitnehmer keine Nachteile. Das dem betreuenden Elternteil  zustehende Entgelt erhält er von der Krankenkasse. Die Abwicklung obliegt  dem Arbeitnehmer!

 

Die Schwangerschaft müssen Sie umgehend der zuständigen Stelle für Arbeitsschutz-oder Gewerbeaufsicht melden. Die für Sie verantwortliche Stelle finden  hier:

Amt für Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsicht

Die BGW verpflichtet uns Arbeitgeber zur Erstellung einer Gefährdenbeurteilung des Arbeitsplatzes. Sollten Sie eine Fachkraft für Arbeitsschutz im Rahmen eines Kooperationsvertrages verpflichtet haben, wenden Sie sich bitte an den entsprechenden Ansprechpartner. Haben Sie das Modell der BUS-Betreuung gewählt, liegt es in Ihrer Verantwortung die Gefährdenbeurteilung durchzuführen. Nach erfolgter Durchführung, kann es notwendig sein ein Beschäftigungsverbot als Arbeitgeber auszusprechen. Diese kann sich zeitlich und oder auf gezielte Tätigkeiten beschränken!

Nähere Informationen finden Sie unter:

Informationen der BGW

Grundsätzlich können Sie die Gefährdenbeurteilung selbstständig, ohne eine Firma, durchführen.

Außerdem ist zu bedenken, dass das Aussprechen eines Beschäftigungsverbotes für Sie als Arbeitgeber aus finanzieller Sicht die bessere Lösung sein kann. Mit dem Aussprechen eines Beschäftigungsverbotes wird das Arbeitsentgelt zu 100% über die U2 erstattet. Dann ist es für Sie auch möglich umgehend die Stelle als Mutterschaftsvertretung zu besetzen.