Treffen mit dem Präsidenten des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)

Kurz vor Weihnachten gab es ein lang geplantes Treffen der LOGO-Deutschland-Vorsitzenden Diethild Remmert mit dem Präsidenten des BVKJ, Dr. Thomas Fischbach, in deren Geschäftsstelle in Köln. Geschäftsführer Dr. Michael Stehr war ebenfalls anwesend, Bundesvorstand Dr. Klaus Rodens aus Langenau in Baden-Württemberg war per Telefon hinzugeschaltet.

Ziel des Termines war die Vorstellung von LOGO Deutschland und die Vorstellung der Broschüre zur Differenzierung von Sprachförderung und Sprachtherapie – diese wurde mit Interesse angeschaut. Eine solche Broschüre sei wichtig und man freue sich, dass hier ein Berufsverband aktiv geworden sei. Die Inhalte waren bis auf zwei Kleinigkeiten unstrittig.

Beim Stichwort „Therapien in Einrichtungen“ klagten die Ärzte darüber, dass immer wieder LogopädInnen in Kindergärten kostenlose Befunderhebungen durchführen würden. Wenn nun Eltern von derart getesteten Kindern mit einem kurzen Schreiben in die Praxis kämen und die Verordnung von Logopädie für ihr Kind einfordern würden, der Kinderarzt aber eine Heilmittelverordnung für nicht erforderlich hielte, sei durch den entstehenden Konflikt das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gestört – keine gute Voraussetzung für eine konstruktive Arbeit zwischen Kinderärzten und TherapeutInnen.

Dies konnte die LOGO-Deutschland-Vorsitzende gut nachvollziehen: Nach den geltenden Regeln obliegt die Feststellung zur Indikation von Heilmitteln den Ärzten. Kostenlose Befunderhebungen sind kein geeignetes Mittel zur Werbung. Sie betonte, dass die Mitglieder ihres Berufsverbandes diesbezüglich informiert und sensibilisiert seien.

Ein weiteres Thema war die Heilmittelrichtlinie §11 (2) zu Therapien in Einrichtungen. Als Ärzte könnten sie nicht kontrollieren, wo die Therapien erbracht würden, allerdings sei es bitter, wenn Eltern noch nicht einmal wüssten, wann und wo die Therapie stattfinden würde und wie die behandelnde Therapeutin hieße. Hier begüßten die Ärzte, dass LOGO Deutschland klare und unmissverständliche Informationen zur Rechtslage bereitstellt und baten um Zusendung per PDF, um insbesondere die Elterninformation nutzen zu können.

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