Treffen zwischen MdB Karin Maag und Mitgliedern von LOGO Deutschland am 05.12.2018

Treffen zwischen MdB Karin Maag und Mitgliedern von LOGO-Deutschland am 05.12.2018

Teilnehmende Logopädinnen waren: Anke Gaenssle, Bettina Yuan, Ulrike Vogt, Annette Mehwald, Claudia Niggemann, Gerhild Schwarz

Am 05.12.2018 fand ein Treffen mit der Bundestagsabgeordneten der CDU, Karin Maag, und sechs selbstständigen Logopädinnen aus dem Raum Stuttgart statt. Ziel des Gespräches war, die Politikerin auf die teils prekäre Lage von selbstständigen Logopädinnen, v. a. in Einzelpraxen, aufmerksam zu machen. Auch sollten die Konsequenzen aus dieser Situation verdeutlicht werden, nämlich Praxisschließungen und Unterversorgung der Patienten mit logopädischen Leistungen. Frau Maag wurde außerdem die Printfassung von LOTSE, dem von LOGO Deutschland in Auftrag gegebenen Gutachten, überreicht.

Das Gespräch verlief in sehr angenehmer Atmosphäre mit einer interessierten, aufmerksamen Politikerin. Sie wies uns gleich zu Anfang darauf hin, dass der Bundesgesundheitsminister am Vorabend ein Gesetzespaket vorgestellt hatte, das u. a. regelt, dass bundesweit der Satz für eine 45-minütige Therapie an den bestehenden Höchstsatz angepasst wird. Und dass dieser dann Basis für neue Verhandlungen mit den Krankenkassen sein wird.

Allerdings konnten wir schnell klar machen, dass die Erhöhung bei Weitem nicht ausreicht, um wirtschaftlich arbeiten und Rücklagen, z. B. für Krankheitszeiten, bilden zu können.

Frau Maag wurde über die verbindlichen Zusatzleistungen aufgeklärt, die wir pro Therapie erbringen müssen. Sie notierte sich interessiert, dass die Krankenkassen uns eine Fortbildungspflicht auferlegt haben – sinnvoll und eigentlich selbstverständlich für eine qualitativ hochwertige Arbeit – für uns aber mit erheblichen Kosten verbunden unabhängig davon, ob uns das gerade finanziell möglich ist, oder nicht.

Wir wiesen Frau Maag auch darauf hin, wieviel Zeit wir mit Rezeptkontrollen, -verbesserungen, Arzttelefonaten und –faxen, „Rettung“ abgesetzter Rezepte und anderen Arbeiten verbringen müssen. Auch hier stünden, so Maag, Änderungen an. So werden Indikationen für die sogenannte Blankoverordnung erarbeitet, die ab 01.03.2020 kommen soll.

Auch wenn die Politik jetzt für unser Anliegen sensibilisiert sei – was nicht zuletzt auf die Arbeit von LOGO-Deutschland zurückzuführen ist, so unser Kommentar – sollten wir weiterhin mit unseren Anliegen und Problemen an die Öffentlichkeit gehen und auf uns aufmerksam machen. Das legte uns Frau Maag nach dem fast eineinhalbstündigen Gespräch nahe.

 

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