Vertragsabschluss mit den Primärkassen in Westfalen-Lippe

LOGO Deutschland hat gemeinsam mit dba, dbl und dbs ein Verhandlungskonzept entwickelt, auf dessen Basis die Kassenverhandlungen nach in-Kraft-treten des HHVG/Abkopplung der Grundlohnsummenanbindung, geführt werden. Die AOK, BKK, IKK und Knappschaft in Westfalen-Lippe legten nun nach erfolgten Verhandlungen eine neue Vergütungsvereinbarung vor.

Die Verhandlungsgrundsätze von LOGO Deutschland erfordern bei Abschlüssen unterhalb von 15 % jährlich die Zustimmung unserer Mitglieder der jeweiligen Kassenbezirke. Dies trifft für Westfalen-Lippe zu.

Lediglich knapp zwei Drittel der Befragten haben dem Angebot zugestimmt! Diese verhaltene Zustimmung ist dem Umstand geschuldet, dass logopädische Praxen bereits jetzt am finanziellen Limit sind. Nach den Reallohnverlusten der vergangenen Jahre, bedingt durch geringe Vergütungssteigerungen bei gleichzeitigem Anstieg von Betriebs- und Lebenshaltungskosten, sind Verzögerungen bei Preiserhöhungen, z.B. durch Schiedsverfahren mit ungewissem Ausgang aufgrund veralteter/fehlender Daten nicht tragbar.

LOGO Deutschland unterzeichnet den Vertrag auf Grund des Mitgliedervotums, stellt jedoch fest:

Der Vergütungsanstieg aufgrund dieser neuen Preisvereinbarung kann nicht als auskömmlich betrachtet werden!

Das Ergebnis der Kassenverhandlung in Westfalen-Lippe ist den LD-Mitgliedern per Newsletter zugegangen.

Empfehlung für Mitglieder des Kassenbezirks Westfalen-Lippe:

Der Wortlaut des Vertrages sagt aus, dass Rezepte deren Leistungen über den  31.05.2017 hinaus gehen mit den neuen Vergütungssätzen abrechenbar sind. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen die Rezepte, welche nach dem 01.06.2017 erfüllt werden, noch bis zur Beendigung des Unterschriftenverfahrens zurückzuhalten, um etwaige Nachberechnungen zu vermeiden. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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