WELTFRAUENTAG

… passt auch zu den laufenden Schiedsverfahren…
Viele der in den typischen Frauenberufen Tätigen (m/w/d) verdienen zu wenig und bleiben von Altersarmut bedroht.
Wir Selbstständigen in der Logopädie möchten unsere Angestellten gerecht entlohnen UND selbst ein faires Einkommen erzielen können. 2575,- € brutto bzw. 2764,- € brutto monatlich sind zu wenig!
Die logopädische Tätigkeit wird als komplexe Spezialist*innentätigkeit eingestuft. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Berufe der nichtärztlichen Therapie und Heilkunde, wozu auch die Logopädie zählt, zu den am schlechtesten entlohnten Berufen unter den Spezialist*innen zählen: 50% der Angestellten verdienten 2019 2564,- € brutto monatlich und weniger. Noch schlechter werden Spezialist*innentätigkeiten nur noch in drei weiteren Berufsgruppen bezahlt: in der Körperpflege, bei den medizinischen Fachangestellten sowie in der Hotellerie. In der Logopädie liegt das mittlere Gehalt bei 2575,- €, für Frauen bei 2554,- €, für Männer bei 3011,- €. (Quelle: Logopäde/Logopädin – Entgeltatlas – Bundesagentur für Arbeit unter arbeitsagentur.de)
Das mittlere Spezialist*innengehalt über alle Berufe lag 2019 noch um rund 73% höher (!) bei 4428,- € als bei den Logopädinnen und Logopäden. (Quelle: Entgelte nach Berufen im Vergleich – Statistik der Bundesagentur für Arbeit unter arbeitsagentur.de)
Selbstständige in der Logopädie tragen ein Unternehmer*innenrisiko und haben in der Regel eine höhere Wochenarbeitszeit als Angestellte. Das durchschnittliche Einkommen von selbstständigen Logopäd*innen, die bei der Befragung durch das IFG im Zuge des WAT-Gutachtens teilgenommen haben, war mit einem Tarifgehalt von 2764,- € brutto monatlich vergleichbar, – und damit kaum höher als dass der Angestellten. Bei Soloselbstständigen in der Logopädie sind die Einnahmen noch deutlich prekärer. Diese Unterbezahlung muss sich ändern: Dafür machen wir uns stark!

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