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Newsletter

05.06.2020

Mitgliederinformation SARS-CoV-2 (Corona) Nr. 49

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,    

eine kurze Rückmeldung zum Wochenende von der

 

Vorstandssitzung

Seit 11 Uhr haben wir heute endlich wieder persönlich zusammengesessen und alle anfallenden Themen besprochen. Corona und Fragen dazu dominieren immer noch, und natürlich auch, wie sich dies auf die Verhandlungen auswirkt – Stichworte dazu sind Hygienemehraufwand und Teletherapie.

Zusammen mit Dr. Friedrich besprechen wir morgen detailliert den bisherigen Verhandlungsstand und wie wir unsere Vorstellungen bestmöglich einbringen; zudem sprechen wir über die Preisfindung. Hier belegen die uns bisher bekannten Ergebnisse des WAT-Gutachtens die Zahlen, die LOTSE bereits aufgezeigt hat – unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mittlerweile zwei Jahre ins Land gegangen sind.

Podiumsdiskussion

Um 18:00 Uhr nahm die 1. Vorsitzende Diethild Remmert an einer Online-Podiumsdiskussion teil, die im Rahmen eines Netzwerktreffens von UP-Aktuell stattfand. Eingeladen waren zudem Dr. Roy Kühne, MdB CDU; Julius Lehmann, Bereichsleiter Heilmittel der KBV und Marcus Troidl, VDB-Physiotherapieverband. Letzterer konnte aus technischen Gründen leider nicht zugeschaltet werden.

Ist die Corona-Krise auch ein Fenster der Möglichkeiten?

Unsere Antworten im Rahmen der Diskussion:

        Umsetzung der Blankoverordnung mit allen Indikationen; Laufzeit 16 Wochen lt. Heilmittelrichtlinie, gutes Entbürokratisierungsinstrument.

        Den Direktzugang erproben: EB und 4 oder 5 Einheiten, nachfolgend Bericht an den Arzt und b. B. Ausstellung einer Blankoverordnung.

        Teletherapie bleibt eine gute Ergänzung; wir versuchen, diese zu etablieren.

Warum wir jetzt verhandeln müssen

Innerhalb dieser Diskussion informierte Moderator Ralf Buchner darüber, dass in Verbänden unserer Berufsgruppe darüber gesprochen worden sei, die Vergütungsverhandlungen vorerst auszusetzen, weil die Kassen keine Einnahmen mehr hätten. Von einer solchen Idee distanzieren wir uns ausdrücklich!

·        Die Einnahmesituation der Kassen ist nicht maßgebend für eine Verhandlung. Wir brauchen höhere Preise, um wirtschaftlich arbeiten zu können und um die Versorgung trotz Fachkräftemangel zu sichern.

·        Wir haben einen Mitgliederauftrag

·        Es gibt einen Gesetzesauftrag im TSVG und einen politischen Willen, der dahintersteht

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)

§ 125 Verträge

(1) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen schließt mit bindender Wirkung für die Krankenkassen mit den für die Wahrnehmung der Interessen der Heilmittelerbringer maßgeblichen Spitzenorganisationen auf Bundesebene für jeden Heilmittelbereich einen Vertrag über die Einzelheiten der Versorgung mit dem jeweiligen Heilmittel. Die für den jeweiligen Heilmittelbereich zuständigen maßgeblichen Spitzenorganisationen haben den Vertrag gemeinsam zu schließen. Die Verträge sind mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2020 zu schließen. Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 ist zu berücksichtigen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat die Verträge sowie die jeweils geltenden Preislisten zu veröffentlichen.

(2) In den Verträgen nach Absatz 1 ist insbesondere Folgendes zu regeln:

1. die Preise der einzelnen Leistungspositionen sowie einheitliche Regelungen für deren Abrechnung

(3) Die Vertragspartner haben zu beachten, dass die auszuhandelnden Preise eine leistungsgerechte und wirtschaftliche Versorgung ermöglichen. Sie haben bei der Vereinbarung der Preise für die einzelnen Leistungspositionen unter Zugrundelegung eines wirtschaftlich zu führenden Praxisbetriebes insbesondere Folgendes zu berücksichtigen:

1.    die Entwicklung der Personalkosten – wir konkurrieren nach wie vor mit Kliniken, die nach TVöD bezahlen

2.    die Entwicklung der Sachkosten* für die Leistungserbringung (Hygiene und Zeit für Umsetzung, Tele-Sach- und Zeitaufwand; Ärzte haben Anschubfinanzierung von 9,95 € und 4,21 € Zuschlag für Technik; Deckelung durch Corona von ursprünglich 50 Einheiten im Quartal ist aufgehoben!

3.    die durchschnittlichen laufenden Kosten für den Betrieb der Heilmittelpraxis: Miete, Nebenkosten, Auto, Verbrauchsmaterial… § 71 (Beitragssatzstabilität) findet keine Anwendung

Umfrage – wichtig!

Bitte nehmen Sie an der Umfrage teil – es ist wichtig, dass wir hohe Rücklaufzahlen haben. Noch haben lediglich 25 % von Ihnen teilgenommen. Es sind nur 5 Fragen, die Sie in zwei Minuten beantworten können.

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Aktion Hygienepauschale

Machen Sie hier gerne mit – das sensibilisiert auch Nicht-Therapeut*innen bzw. Patient*innen und kommt auch auf einer breiten politischen Ebene an, wenn viele mitmachen.

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Landesspezifische Informationen folgen nächste Woche.

Ein schönes Wochenende wünschen Ihnen

Michaela Brück, Diethild Remmert und Christiane Sautter-Müller

Symposium

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