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Newsletter

11.09.2020

Mitgliederinformation nach Ausbruch von SARS-CoV-2 (Corona) Nr. 66

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

heute erhalten Sie erneut einen umfangreichen Newsletter – bitte nehmen Sie sich Zeit für die wichtigen Inhalte. Auch im letzten Newsletter vom 04. September sind entsprechend wichtige Informationen enthalten. Alle Newsletter seit dem Ausbruch der Pandemie finden Sie im internen Bereich unter dem Reiter Corona/Mitgliederinformationen zum Coronavirus!

Verhandlungen

Am 10.09., also gestern, verhandelten wir noch ausstehende Punkte aus unserem Rahmenvertrag und der Leistungsbeschreibung. Auch die Anlage Zulassung ist noch nicht abgeschlossen: Der dbs hatte versucht zu erreichen, dass Absolvent*innen von Studiengängen ohne ausreichende praktische Erfahrung diese im Angestelltenverhältnis nachholen können. Hier konnten wir schon allein aus dem Gebot der Gleichstellung heraus nicht mitgehen: Schließlich qualifiziert eine umfassende theoretische Ausbildung niemanden dazu, als Therapeut*in tätig zu sein. Die Kassen sind aber der gleichen Meinung und machten dies auch deutlich. Nun soll eine Einigung über den Wortlaut dieser Anlage auf dem Schriftweg erfolgen.

Über neue Preise sprechen wir am 21. September. Der GKV-Spitzenverband betonte, dass er an einer echten Verhandlung interessiert sei. Die Preisverhandlungen der anderen Bereiche sind abgeschlossen und gescheitert. Für diese steht jetzt schon fest, dass ein Schiedsverfahren eingeleitet wird

Schiedsstelle

Die Schiedsstelle wird für alle Berufsgruppen eingerichtet, ist also für Physio- und Ergotherapie, Podologie, Diätetik und Logopädie gleichermaßen zuständig. Verhandelt wird im Schiedsfall getrennt für jeden Bereich. Eine entsprechende Geschäftsordnung wurde von den drei Unparteiischen erstellt und allen 17 Berufsverbänden mit der Bitte um eine einheitliche Rückmeldung vorgelegt. Heute endet die erbetene Rückmeldefrist.

Wichtig ist, dass  festgelegt wird, dass Schiedsverfahren sofort begonnen werden können, also bevor ein eventuell verschobener Stichtag (01.01.2021) zur Fertigstellung der bundesweiten Verträge erreicht ist. Dazu berichteten wir am 04. September.

Kosten der Schiedsstelle

Um es kurz zu machen: Schiedsverfahren werden teuer! Die Kosten, die im Vorfeld auf etwa 10.000 € je Präsenz-Verhandlungstag geschätzt wurden, tragen die Berufsverbände und der GKV-Spitzenverband zu gleichen Teilen. Das bedeutet also, dass die Mitglieder der Berufsverbände anstehende Schiedsverfahren finanzieren, während am Ende alle Selbstständigen davon profitieren. Das ist nicht neu, und viele verbandlose Kolleginnen und Kollegen haben ihre Entscheidung, keinem Berufsverband beizutreten, mit ihrer Unzufriedenheit mit deren Arbeit begründet.

Wir meinen: Das ist kein Argument! Es gibt allein für unseren Bereich der Logopädie fünf Berufsverbände – vier davon, auch LOGO Deutschland, sind maßgeblich und verhandeln.

 

Wichtig: Mitgliedschaft und Werbung

Ganz sicher kann jede*r Selbstständige einen Berufsverband finden, der die eigenen Interessen vertritt – sie/er zeigen sich dann solidarisch mit allen anderen und auch mit Ihnen:
Sie als Mitglied finanzieren die Verbandsarbeit, die mit der Gesetzgebung von Bundesgesundheitsminister Spahn eine historische Dimension erreicht hat: Bundesweite Verträge und die Berücksichtigung von der Wirtschaftlichkeit Freier Praxen bei der Verhandlung dieser Verträge sind nun gesetzlich verpflichtend vorgesehen.
Von daher: Werben Sie insbesondere verbandslose Kolleginnen und Kollegen und machen Sie deutlich, dass nur starke Berufsverbände starke Arbeit leisten können. Wer mit seinem jetzigen Berufsverband unzufrieden ist, muss in der Regel die Mitgliedschaft dort bis zum 30. September eines jeden Jahres kündigen.
Hier die Argumente, warum LOGO Deutschland der richtige Berufsverband ist:

·      Wir sind ein Selbstständigenverband, der die Interessen von Praxisinhaber*innen vertritt und für genau diese Gruppe etwas erreichen möchte. Hierfür ist eine gute Vernetzung in Politik und Gremien unerlässlich. Das haben wir in den vergangenen Jahren erreicht und sind seit Anfang 2019 als maßgeblicher Verband anerkannt.

·      Insbesondere haben wir die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation Freier Praxen zum Ziel, damit qualitativ hochwertige Leistungen ambulant erbracht werden können und die Versorgung der Bevölkerung mit logopädischen Leistungen gesichert wird. Dazu haben wir – ein Novum – 2018 ein Wirtschaftlichkeitsgutachten LOTSE vorgelegt, welches die prekäre Situation der Selbstständigen unübersehbar und nachvollziehbar dargelegt hatte.

·      Über Newsletter und Facebook informiert der Vorstand tagesaktuell und befragt seine Mitglieder zu allen wichtigen Themen, damit im Sinne der Mehrheit gehandelt wird. So holen wir vor der Unterzeichnung eines Vertrages die Zustimmung unserer Mitglieder ein.

Verschiebung der Heilmittel-Richtlinien

Keine Verschiebung der Verträge

In einem Schreiben haben wir uns gegen eine, vom BMG für erforderlich gehaltene, Verschiebung der Gültigkeit der bundesweiten Verträge ausgesprochen. Unser Schreiben, welches wir auch an alle Gesundheitspolitiker gesendet haben,
finden Sie hier:

 

Bürokratieabbau

Der GKV Spitzenverband und die Krankenkassen planen bürokratische Erleichterungen aufgrund der Verschiebung der Heilmittelrichtlinie. Dazu haben in einer gemeinsamen Videokonferenz Vertreter*innen von Krankenkassen und allen Berufsverbänden über konkrete, mögliche bürokratische Erleichterungen gesprochen, die mit der Verschiebung des Starts der Heilmittelrichtlinie auf den 01.01.2021 wegfallen würden, wie etwa die Beginnfrist einer Verordnung, die derzeit noch 28 Tage beträgt. Ohne solche Regelungen würde ab dem 01. Oktober wieder die alte Heilmittelrichtlinie gelten, in der eine Beginnfrist von 14 Tagen geregelt ist.

 

Der GKV Spitzenverband will sich mit den Vorschlägen der Heilmittelverbände auseinandersetzen und bis Ende September eine Rückmeldung geben.

 

Der von uns benannte letzte Punkt: „Angemessene Entschädigung für das verzögerte Inkrafttreten der Heilmittelrichtlinie und infolgedessen die verzögerte Geltung von Verträgen“  wurde in dieser Konferenz folgerichtig nicht besprochen, da dieser auf einen Ausgleich der entgangenen Vergütungserhöhungen durch die Verschiebung durch Corona und die geplante erneute Verschiebung der Verträge abhebt – siehe unseren Newsletter vom 04.September. Einen solchen Ausgleich müssen wir entweder in die Preisverhandlungen mit einbringen oder auf der politischen Ebene durchsetzen. Dennoch war uns wichtig, diesen Bedarf bereits einmal zu benennen – und wir waren die einzigen. Nachlesen können Sie unseren Brief an den GKV-Spitzenverband …

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Weitere Informationen

Keine Entschädigung für Lohnausfall bei selbst verschuldeter Quarantäne

Wer künftig in ein Risikogebiet reist, das schon vor Reiseantritt als solches ausgewiesen war, und anschließend in Quarantäne muss, soll keine Entschädigung mehr für den Einkommensausfall erhalten. So die geplante Rechtsänderung von Bund und Ländern. Lesen Sie hier genaueres dazu…

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IFB-Umfrage – Bitte um Teilnahme

Aktuell führt das Institut Freie Berufe im Auftrag des Bundesverband Freie Berufe eine Schnellumfrage zur aktuellen Corona Thematik durch. Hierbei handelt es sich um die zweite Befragung dieser Art, die die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie speziell in den Freien Berufen beleuchten soll. Die Befragung ist bis zum 20.09. zugänglich und beansprucht etwa 10 Minuten, wobei die persönlichen Einschätzungen der Freiberufler abgefragt werden.

Da nur mit einer ausreichenden Zahl an Antworten valide Ergebnisse für die Freien Berufe erzielt werden können, bitten wir um Ihre Teilnahme unter www.t1p.de/ifb-corona

Symposium des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften Idstein

Am 26. September 2020 präsentiert oben genannter Studiengang erstmalig die Ergebnisse der aktuellen Studie "Fühlst Du Dich gut behandelt?". Eine Anmeldung ist kostenfrei möglich unter www.therapiewissenschaften.de

 

Zum Schluss

 

Ein Berufsverband lebt durch motivierte und engagierte Mitglieder – die haben wir, das müssen wir einfach immer wieder betonen! Sie lassen uns deshalb auch die anstrengenden Zeiten durchstehen.

 

Danke sagen Ihnen Ihre Vorstandsfrauen

Michaela Brück, Diethild Remmert und Christiane Sautter-Müller

 

Symposium

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