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Newsletter

25.09.2020

Mitgliederinformation nach Ausbruch von SARS-CoV-2 (Corona) Nr. 68

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Newsletter für diese Woche wieder mit vielen Informationen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diesen aufmerksam zu lesen.

Vorstandssitzung Kurzbericht

Heute und morgen trifft sich der Vorstand in Frankfurt-Mainfeld, der erfreulicherweise Zuwachs bekommen hat: Tanja Tomaschek verstärkt uns als kommissarisch eingesetzte Beisitzerin. Für sie ist die berufspolitische Verbandsarbeit kein Neuland, zudem hat sie fundierte Kenntnisse im Bereich IT. Wir freuen uns sehr!

 

Zwei weitere Mitglieder sind diesmal als Gast dabei:

·      Susanne Schneider, Ausschussmitglied Politik und Lobbyarbeit, die aufgrund ihrer Expertise aus LOTSE und dem WAT-Gutachten an der ersten Verhandlung zur Vergütung teilgenommen hat, und

Dr. Bernd Friedrich als unser Rechtsbeistand, der uns in allen vertraglichen Angelegenheiten bestens berät und die Verhandlungen von Anfang an begleitet.

Vergütungsverhandlung

Am Montag, den 21.09. gab es die erste Vergütungsverhandlung für unseren Heilmittelbereich. Dieser endete ohne ein konkretes Angebot bzw. konkrete Forderungen. Allerdings wurde aufgrund der Präsentation des WAT-Gutachten deutlich, dass eine erhebliche Vergütungssteigerung notwendig ist, um das bereits in LOTSE geforderte Ziel zu erreichen, Gewinne zu erwirtschaften, die uns Selbstständige gegenüber TVöD-bezahlten Angestellten nicht weiter benachteiligen. Wir baten im Namen aller mitverhandelnden Berufsverbände um einen weiteren Verhandlungstermin am 30.09.2020. Die Rückmeldung des GKV-Spitzenverbands steht noch aus.

Als LOGO Deutschland-Mitglied werden Sie in jedem Fall vor der Unterzeichnung einer Preisvereinbarung befragt!

Vertragsverhandlungen

Fachliche Leitung

Wir bleiben bei unserer Haltung, die wir Ihnen bereits in der Umfrage vom 03.08.2020 erläutert und die Sie mit über 85% Zustimmung bestätigt haben: Praxisinhaber*innen können, sofern sie Einzelunternehmer*innen sind, die Fachliche Leitung auch für Filialpraxen selbst übernehmen. Sobald eine andere Gesellschaftsform (z.B. eine GmbH) gewählt wird oder Inhabende nicht selbst zulassungsfähig sind, muss natürlich weiterhin eine Fachliche Leitung eingesetzt werden.

 

Unterbrechungskürzel und Höchstlaufzeit

Laut § 125 (1) Satz 4 SGB V muss die Heilmittelrichtlinie im Rahmenvertrag beachtet werden. ("Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 ist zu berücksichtigen.") Aufgrund dieser Festlegung halten wir die derzeitige Idee der Kassen und der drei anderen Berufsverbände, im Vertrag auf die Prüfung der Unterbrechungskürzel zu verzichten, für rechtlich nicht haltbar. Die stattdessen angedachte Höchstlaufzeit über 7 Monate schränkt uns zusätzlich ein, denn damit ist eine bisher nicht bestehende Frist zu beachten und im Zweifelsfall sind die Unterbrechungen zusätzlich zu dokumentieren. Auf diesem Weg entsteht voraussichtlich ein Mehr an Bürokratie als nötig. Das hätten wir gern vermieden! Leider konnten wir uns hier bisher mit unserer Argumentation nicht durchsetzen.

 

Zulassung

Auch hier bleiben wir dabei: Die Idee des dbs, dass Absolvent*innen eines Studiums eine mögliche fehlende praktische Ausbildung im Rahmen eines bezahlten Anstellungsverhältnisses in ambulanten Praxen nachholen können, tragen wir nicht mit.

 

Praktikant*innen

Dies sollen unter fachlicher Aufsicht, aber eben nicht ganz allein, legal zu Lasten der GKV therapieren dürfen. Das ist bisher nur in Niedersachsen eindeutig geregelt, in allen anderen Verträgen ist diese Möglichkeit derzeit ausgeschlossen.

Gesundheitsberichterstattung NRW

Für die Landesberichterstattung Gesundheitsberufe Nordrhein-Westfalen 2019 (LbG NRW 2019) ist die Teilnahme der Experten und Expertinnen an den Befragungen äußerst wichtig!

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) führt aktuell zum fünften Mal diese Studie durch. Das Hauptziel der im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) durchgeführten Untersuchung ist das Fachkräftemonitoring in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen in NRW.

Eine aussagekräftige Mangelprognose als Grundlage zukunftsweisender Ausbildungsplanung kann in Gesundheitsberufen mit überwiegend Berufstätigen im privatwirtschaftlichen, ambulanten Bereich nur bei einer großen Beteiligung von Selbstständigen, den dort Angestellten und Freien Mitarbeitenden gelingen. Das betont Prof. Isfort, Leiter der Studie.

Das DIP bittet deshalb alle Berufsangehörigen der Physiotherapie, der Ergotherapie sowie der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie an der berufsspezifischen Online-Befragung für die Therapieberufe teilzunehmen. Hier geht es direkt zum Fragebogen:

https://ww3.unipark.de/uc/LbGNRW2019_Therapieberufe/

Dieser wird vom 28. September bis voraussichtlich 08. November 2020 freigeschaltet. Bitte nehmen Sie teil und informieren Sie Ihre Berufskollegen und Berufskolleginnen – eine hohe Beteiligung ist in besonderem Maße wichtig und nützlich!

Weitere Infos und den Link zur Befragung erhalten Sie auch unter: https://www.dip.de/aktuelles/.

Stellungnahme zur Verlängerung der Hygienepauschale

Aus dem BMG erreichte uns ein Referentenentwurf, der im Rahmen der Covid-19 Schutzverordnung eine Verlängerung der Zahlung der Hygienepauschale, aktuell 1,50 € je Verordnungsblatt, vorsieht. Die Zahlung dieser Summe ist allenfalls ein ideeller Beitrag, der die Aktion „Hygiene ist kein Witz“, unterstützt von den Therapeuten am Limit, nach sich gezogen hat.

Hier der Link

Unsere Stellungnahme zum Referentenentwurf, in dem wir begründen, warum wir 7,50 € je Therapieeinheit fordern und die Verlängerung einer entsprechenden Zahlung bis zum 31.03.2021 für erforderlich halten, finden Sie hier

Viele Grüße von Ihren nun vier Vorstandsfrauen

Michaela Brück, Diethild Remmert, Christiane Sautter-Müller und Tanja Tomaschek

Symposium

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