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Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit: Nullrunde = 100 % Konsequenzen

Die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit sind ein direkter Angriff auf die Heilmittelversorgung.

Geplant ist ein einjähriges Preismoratorium ab 2027 – eine Nullrunde, während Kosten weiter steigen. Im Anschluss soll die Vergütung erneut an die Grundlohnsumme gekoppelt werden, mit einem Abzug von 1 %.

Das bedeutet real: Rückschritt statt Stabilisierung.

Die Umsetzung wäre eine politische Entscheidung zulasten der Versorgung. Es droht eine Rückkehr zu Zuständen wie vor den Therapeutenprotesten ab 2016.

Dabei arbeitet der Bereich längst am Limit. Heilmittelpraxen kämpfen mit Fachkräftemangel, steigenden Kosten, wachsender Bürokratie und wirtschaftlicher Unsicherheit. Eingefrorene Preise verschärfen diesen Druck massiv – mit direkten Folgen für Praxen, Teams und Patienten.

Besonders problematisch ist zudem der Vorschlag, verordnungsbezogene Pauschalen bei Blankoverordnungen abzuschaffen. Auch wenn die Logopädie aktuell nicht betroffen ist, ist die Stoßrichtung klar: weniger Vertrauen in therapeutische Kompetenz, weniger Flexibilität, mehr Druck im Praxisalltag.

Heilmittelpraxen sichern wohnortnahe, qualifizierte und unverzichtbare Versorgung. Wer hier kürzt, trifft Patientinnen und Patienten unmittelbar: längere Wartezeiten, sinkende Kapazitäten und wachsende regionale Ungleichheiten – vor allem im ländlichen Raum.

LOGO Deutschland lehnt diese Vorschläge entschieden ab und fordert die konsequente Einhaltung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes. Bereits erreichte Verbesserungen dürfen nicht zurückgedreht werden.

Einsparungen in einem strukturell unterfinanzierten Bereich sind der falsche Weg. Wer Heilmittel kaputtspart, gefährdet Versorgung.