Skip links

AK-Berufsgesetz Meldung

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg finden am 8.3.2026 die Landtagswahlen statt. Der Arbeitskreis Berufsgesetz Logopädie/Sprachtherapie wandte sich daher mit seinen Wahlprüfsteinen an die demokratischen Parteien, um deren Haltung zur Vollakademisierung der Logopädie/Sprachtherapie zu erfragen. Seit 2016 fordert der AK die hochschulische Ausbildung der Logopädie/Sprachtherapie als Regelausbildung und ein einheitliches Berufsgesetz für alle Behandlergruppen in der Logopädie/Sprachtherapie. Eine neues Berufsgesetz mit einem hochschulischen Heilberuf in der Stimm-, Sprech- Sprach- und Schlucktherapie, dass das Logopädengesetz von 1980 ablöst, ist überfällig.

In der Antworten wird deutlich, dass die Parteien in Baden-Württemberg auf die Intitiative des Bundes warten, ein neues Berufsgesetz auf den Weg zu bringen, und keine Bundesratsinitiative in Erwägung ziehen, um den stockenden Prozess in Gang zu bringen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Partei DIE LINKE befürworten die Vollakademisierung des Bereichs Logopädie/Sprachtherapie:

Wir (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) begrüßen insbesondere die Einführung einer hochschulischen Ausbildung für alle Berufe im Bereich Logopädie und Sprachtherapie sehr und sind davon überzeugt, dass eine akademische Ausbildung die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und evidenzbasierte Patientenversorgung legt. Akademisierung trägt zur Professionalisierung der Berufe, zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen bei.

Die Linke unterstützt die Forderung nach einer primärqualifizierenden Ausbildung und der Etablierung einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin.“

CDU, FDP und SPD befürworten eine Teilakademisierung. Dabei liegt die Akademisierungsquote der Behandler:innen, die in der Versorgung tätig sind, bei über 50%, auch in Baden-Württemberg. Unter diesen Bedingungen eine Teilakademisierung in einem neuen Berufsgesetz festlegen zu wollen hieße, den Status QUO festzuschreiben und dem Beruf die professionelle und wissenschaftliche Weiterentwicklung zu versagen.

Die vollständige Beantwortung der Wahlprüfsteine der genannten Parteien können Sie hier nachlesen: