Der Kabinettsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz steht vor der entscheidenden Phase: Am 22. Juni findet die öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss statt, die zweite und dritte Lesung sind für den 25. Juni angesetzt. In Kraft treten soll das dann verabschiedete Gesetz zum 1. Januar 2027.
Der Entwurf greift im Heilmittelbereich an vier Stellen zugleich an: Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung, zusätzlicher Abschlag von einem Prozentpunkt für 2027 bis 2029, höhere Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten sowie die Entwertung der Blankoverordnung. Diese Maßnahmen setzen nicht bei Über- oder Fehlversorgung an – sie treffen die Versorgungsinfrastruktur selbst.
Zwei aktuelle Fachbeiträge belegen, warum das ökonomisch kurzsichtig ist. Das Bündnis Zukunft Therapieberufe zeigt mit „Heilmittelversorgung als Kostensenkungsinstrument“, dass gekürzte Heilmittel nicht verschwinden, sondern als verzögerte Behandlung, längere Arbeitsunfähigkeit und früherer Pflegebedarf an teurer Stelle wieder auftauchen. Stefan Reck unterlegt in „Heilmittel sind Investitionen in Arbeitsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe“ den volkswirtschaftlichen Nutzen von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Die Botschaft an den Gesetzgeber ist eindeutig: Wer hier deckelt, spart nicht – er verschiebt Kosten in Klinik, Pflege und Sozialsysteme. Das Parlament hat es noch in der Hand, gegenzusteuern.
Der Entwurf greift im Heilmittelbereich an vier Stellen zugleich an: Rückkehr zur Grundlohnsummenbindung, zusätzlicher Abschlag von einem Prozentpunkt für 2027 bis 2029, höhere Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten sowie die Entwertung der Blankoverordnung. Diese Maßnahmen setzen nicht bei Über- oder Fehlversorgung an – sie treffen die Versorgungsinfrastruktur selbst.
Zwei aktuelle Fachbeiträge belegen, warum das ökonomisch kurzsichtig ist. Das Bündnis Zukunft Therapieberufe zeigt mit „Heilmittelversorgung als Kostensenkungsinstrument“, dass gekürzte Heilmittel nicht verschwinden, sondern als verzögerte Behandlung, längere Arbeitsunfähigkeit und früherer Pflegebedarf an teurer Stelle wieder auftauchen. Stefan Reck unterlegt in „Heilmittel sind Investitionen in Arbeitsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe“ den volkswirtschaftlichen Nutzen von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Die Botschaft an den Gesetzgeber ist eindeutig: Wer hier deckelt, spart nicht – er verschiebt Kosten in Klinik, Pflege und Sozialsysteme. Das Parlament hat es noch in der Hand, gegenzusteuern.
Download:
Bündnis Zukunft Therapieberufe
„Heilmittelversorgung als Kostensenkungsinstrument“ (PDF, 15 Seiten)
Stefan Reck
„Heilmittel sind Investitionen in Arbeitsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe“ (PDF, 3 Seiten)

